Ruedi Baur

Ruedi Baur lässt sich nach seinem Grafikdesign-Studium in Zürich Anfang der 80er Jahre im Großraum Lyon nieder. Er gründet sein Graphik-Atelier in Lyon und arbeitet vor allem für verschiedene Museen. Gleichzeitig beginnt er Designausstellungen zu organisieren, zuerst mit der Galerie Projet und dann mit der Mediathek Maison du Livre, de l’Image et du Son in Villeurbanne. Im Laufe der 80er Jahre fasst der französisch-Schweizer Grafiker Fuß in Paris und arbeitet für große kulturelle Pariser Institutionen wie das Musée Picasso, den Louvre und vor allem für das Centre Pompidou, für das er das Leit- und Orientierungssystem für die Neueröffnung im Jahre 2000 neu entworfen hat. In diesen Jahren beginnt er sich mit Architektur und Urbanistik zu beschäftigen und setzt sich vermehrt mit den Problematiken auseinander, die mit Identifizierung, Orientierung, Szenografie von Institutionen sowie Darstellung des politischen Territoriums verbunden sind. Er fordert ein interdisziplinäres Design und gründet gemeinsam mit Pippo Lionni und Philippe Delis das Atelier-Netzwerk Intégral. Ab den 90er Jahren beginnt er transdisziplinäres Design an verschiedenen Schulen zu unterrichten, wie an der Ecole des Beaux Arts in Lyon, wo er den Fachbereich »Raum und Information« leitet, und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wo er Professor für »System Design« wird, bevor er zum Rektor der Zürcher Hochschule für Künste berufen wird, in der er das Forschungszentrum Design2context gründet und leitet. Die Université de Laval in Quebec verleiht ihm den Ehrendoktortitel. Er unterrichtet und entwickelt eine Forschungsaktivität an der Kunsthochschule Genf (Head), in der er das Institut Civic city sowie das Postgraduierten-Programm Civic design koordiniert. Er unterrichtet an der Pariser Ecole Supérieure des Arts Décoratifs und an der Universität Folkwang in Essen, wo er das Forschungsinstitut für transdisziplinäres Design Heterotopia leitet.

Montreuil, F
laboratoire irb
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